Jugend

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Karate als Schulsport (Quelle DKV)



Inhalte des Kinder- und Jugendtrainings

Diese Einheiten richten sich vor allem an Kinder- und Jugendliche.

Bei dem Riesenangebot an Sportarten ist nicht immer leicht die richtige Sportart für ein Kind oder einen Jugendlichen zu finden. Letztlich muss der Filius auch Spass an der Sportart haben.
Dazu kommen noch die vielen Angebote und Trendsportarten, welche die Entscheidung nicht weniger schwer machen.
In der heutigen Zeit, die von Aggressionen und Gewalttaten geprägt ist, überlegt man zweimal, ob ein Kind eine Kampfsportart betreiben soll. Ganz im Gegenteil, das Kind wird mehr Selbstbewustsein aufbauen und durch sein können weit weniger Anpöbelungen auf der Strasse und auf dem Schulhof ausgesetzt sein.
Seriös betriebenes Karate hat nichts mit Schlägereien oder Gewalt zu tun.

Neben Shotokan-Karate wird auch Selbstverteidigung gelernt.

In dem Haupttraining vor- und nachgelagerten Einheiten besteht die Möglichkeit
sowohl auf die Bedürfnisse der Anfänger als auch Fortgeschrittenen einzugehen.

Was ist Karate?

Karate ist eine waffenlose Kampfkunst, die ihren Ursprung in China findet. Von Mönchen entwickelt und über Handelswege zur Insel Okinawa gebracht, entstand dort das heutige, moderne Karate. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts kam Karate nach Japan. Der heute gebräuchliche Ausdruck ist Kara (= leer) -Te (= Hand) und bedeutet "mit leerer Hand" bzw. Karate-Do, "Weg der leeren Hand".

Das hauptsächliche Ausbildungsprogramm gliedert sich in die drei Bereiche Kihon (Schulung von Grundlagen und Grundtechniken), Kata (Formenlauf mit Techniken aus dem Bereich des Kihon) und Kumite (Partnerübungen unterschiedlichen Schwierigkeitsgrades). Es geht dabei nicht nur um die Vermittlung von Fertigkeiten, sondern auch um psychologische und ethische Aspekte. Daneben können noch die Bereiche Gymnastik, Selbstverteidigung, Meditation und Wettkampf trainiert werden.


Ab welchem Alter soll Karate begonnen werden?

Nach unserer Erfahrung können Kinder ab 6 Jahren beginnen.
In der ersten Zeit lernen die Kinder gewisse Verhaltensregeln (Höflichkeit, Fairness), üben einfache Bewegungsabläufe und betreiben viel gymnastische Übungen.
Sie müssen lernen sich in die Gruppe integrieren und ihre eigenen Fähigkeiten und Schwächen erkennen.
Die Gruppendynamik hilt ihnen dabei.

Ab Grüngurt beginnen sie immer mehr Interesse an der Technik zu zeigen.
In dieser Gruppe wird das Training auch etwas anders gestaltet. Weiterhin im Vordergrund steht die Grundschule. Doch das Bewegen mit dem Partner wird vielseitiger und interessanter, da der Schüler/die Schülerin seinen Körper schon viel besser beherrscht.

Wir legen Wert auf ein ganzheitliches Training, d.h. mit den psychischen Möglichkeiten die physischen Fähigkeiten zu kontrollieren. Dies wird nur erreicht, wenn ein hartes, körperliches Training über längere Zeit absolviert wird. Da ist es sicher von Vorteil, wenn man als Kind damit beginnen kann.

Sollten die Kinder nach einer gewissen Zeit mit Karate aufhören, so haben sie doch gelernt, sich über eine längere Zeit auf sich zu konzentrieren und es wird ihnen leichter fallen, auch eine andere Sportart zu erlernen.


Rainer Wenzel


Rainer Wenzel 7. Dan, Bundesprüfer, Vorstand, A- Trainer, Spitzensport Trainerakademie Köln, Orthopädischer Rückenschulleiter, Diplom-Karatelehrer der Deutschen DAN-Akademie

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